Projekte

Hier finden Sie eine Übersicht der Projekte von REFUGIO:

Räume öffnen – Zugänge schaffen

Das Projekt war zunächst auf drei Jahre angelegt (bis 2020) und wurde nun um zwei weitere Jahre (bis 2022) verlängert. Es fokussiert sich auf die Beratung, Begleitung und Unterstützung von traumatisierten und seelisch belasteten Flüchtlingen. Dabei steht neben der Förderung der Prävention und Rehabilitation insbesondere die Schaffung neuer und leichter Zugänge zu gesundheitlicher und psychosozialer Versorgung schutzbedürftiger Flüchtlinge im Mittelpunkt. Konkret sollen dabei nicht nur neue Angebote der Beratung und der sozialräumlichen Unterstützung insbesondere für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Vielmehr auch Angebote der psychosozialen Unterstützung im Einzelfall sowie spezifische kultursensible präventions- und rehabilitationsfördernde Angebote und bedarfsgerechte therapiebegleitende Hilfen. Beispielhaft dafür sind u.a. psychoedukative Angebote für Jugendliche sowie für Eltern.

Ein Projekt in Kooperation mit Aktion Mensch,
unterstützt von der Uno Flüchtlingshilfe, der Kanzlei BBG und Partneraktion-mensch
sowie weiteren privaten SpenderInnen.

Seelische Gesundheit für alle!

Menschen, die vor Gewalt, Vertreibung oder Folter nach Deutschland flüchten müssen, suchen Schutz und benötigen oft therapeutische Hilfe. Dem hiesigen Gesundheitssystem mangelt es jedoch an einer interkulturellen Öffnung, gerade Geflüchtete haben häufig nur eingeschränkt Zugang. Es fehlt dabei vor allem an einer Identifizierung besonders schutzbedürftiger Menschen, einem zeitnahen Zugang zu kultursensiblen Angeboten, einer Finanzierung durch Krankenkassen sowie einer Bereitstellung oder Kostenübernahme von Dolmetschenden.
Obwohl REFUGIO Bremen einen Teil dieser fehlenden Angebote bereitstellt, erfolgt dies bisher nicht gebündelt und ist extrem abhängig von Spenden und zeitlich begrenzten Projektmitteln. Im Modellprojekt einer Ambulanz wird die therapeutische Gesundheitsversorgung für seelisch erkrankte Geflüchtete an einem Ort gebündelt. Von der Anmeldung bis zur Einzel- oder Gruppentherapie werden trauma- und kultursensible Behandlungen angeboten oder eine Vermittlung zu externen Fachkräften ermöglicht. Mithilfe von SKala können bald bis zu 360 Menschen von dem kostenlosen und mehrsprachigen Angebot profitieren. Die Neuanmeldung ist zukünftig regelmäßiger möglich und die Wartezeit auf einen Behandlungsplatz wird gleichzeitig sinken.

Ein Projekt (seit 2018) von REFUGIO e.V. mit Unterstützung der SKala-Initiative
sowie privaten SpenderInnen.

Wieder leben lernen

Ziel des Projekts ist eine Erweiterung von Kapazitäten der Regelgesundheitsversorgung und Bildung eines Fachdialog-Netzwerkes zur professionellen Sicherung von Verfahrensgarantien für traumatisierte Zielgruppenpersonen mit besonderen Bedürfnissen.
Das Projekt fokussiert auf die multimodale therapeutische Behandlung für traumatisch und seelisch erkrankte Drittstaatsangehörige basierend auf einer 30-jährigen Expertise unseres Zentrums mit dem Ziel der Stärkung der Alltagsfunktionalität und psychischen Rehabilitation. Dazu gehören auch qualifizierende Fortbildungen für Fachkräfte der Regelgesundheitsversorgung und Dolmetscher*innen auf drei Erfahrungsebenen.

Ein Projekt (seit 2020) aus
Mitteln des Asyl-, Migrations- und
Integrationsfonds (AMIF) kofinanziert
und unterstützt von
UNO Flüchtlingshilfe und privaten Spender*innen.

99 Bilder – Kreativtherapie für Geflüchtete

Das Projekt (seit 2021) thematisiert die bildnerische Auseinandersetzung mit Erinnerungen, Ängsten und Träumen. Konkretes Ziel der Einzel- und Gruppenangebote ist die individuelle Unterstützung, Entlastung, Ressourcenstärkung und Stabilisierung der geflüchteten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Im Einzelfall können Teilnehmende auch von weiteren Angeboten im Behandlungszentrum profitieren oder über unser Beratungskonzept passgenau an spezifische Beratungsstellen weitervermittelt werden.

Abschließend soll eine Ausstellung, die von den Teilnehmenden mitbestimmt und -gestaltet wird, die unterschiedlichen Ergebnisse – Malerei, Zeichnung oder Skulptur – präsentieren.

Das Projekt wird unterstützt von der Software AG, Concordia Stiftung, FELS, Helmut und Ruth Märtens Stiftung, OLB Stiftung, Stiftung Sparda Bank, Waldemar Koch Stiftung sowie privaten Spender*innen.

Refugio kickt

Das Projekt gilt der nachhaltigen Verbesserung der psychosozialen Gesundheitsversorgung für junge und jugendliche Geflüchtete. Dazu sollen Sport- und Bewegungsangebote in Kooperation mit dem SV Werder Bremen geschaffen und ausgebaut werden.
Bewegungstherapeutische Angebote wirken per se entlastend. Dazu kommt, die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen werden psychologisch begleitet und sind an unser Zentrum angebunden. So stellen die Gruppenangebote eine Brückenfunktion und damit einen besseren und leichteren Zugang zu therapeutischer Behandlung dar. Gleichzeitig wird auch eine nachhaltige therapeutische Betreuung der Teilnehmenden und eine Begleitung der Bezugsgruppe gewährleistet.

432257_167681970017595_1509939599_nREFUGIO und Werder sind Partner im Willkommensbündnis der Bundesligastiftung „Willkommen im Fußball“.

Aus dieser Kooperation ist ein Artikel zur Relevanz von sportlicher Aktivität auf die seelische Gesundheit entstanden, der weiterführende Informationen vermittelt.

REFUGIO Bremerhaven

Dieses Projekt soll dazu beitragen, die notwendige spezialisierte und muttersprachliche therapeutische Behandlung für Überlebende von Folter, Krieg und Verfolgung im Raum Bremerhaven zu gewährleisten. Der dortigen Unterversorgung möchten wir mit einem konkreten Beratungs- und Behandlungsangebot begegnen.

Ferner sollen die in 2017 begonnenen therapeutischen Prozesse mit Klient*innen aus dem Raum Bremerhaven fortgesetzt werden. Auch die Netzwerkarbeit, z.B. mit Fachkräften aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, wollen wir zugunsten eines vertiefenden und nachhaltigen Fachaustausches fortführen und neue, weitere Kontakte etablieren.

Ein Projekt finanziert mit Mitteln des Bundesfamilienministeriums.

 
 
 

Die externe Wirkungsanalyse von Phineo hat unsere Arbeit 2016 in Bezug auf Ziele, Konzept, Qualitätsentwicklung, Strategie und Transparenz untersucht und als „wirksames Projekt“ empfohlen.

 
 
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