Projekte

Hier finden Sie eine Übersicht der Projekte und Gruppenangebote von REFUGIO:

Schutz und Chancen für Flüchtlingskinder

Dieses Projekt bietet seit 2017 konkrete therapeutische Unterstützung und adäquate  kostenlose Behandlungsmöglichkeiten und verbessert so nachhaltig die Integrationschancen der teilnehmenden Flüchtlingskinder. Es werden nun etwa 60 Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien sowie unbegleiteten Minderjährigen pro Jahr profitieren können. Das Projekt läuft drei Jahre.

Dies ist notwendig, da die medizinische und therapeutische Behandlung i.d.R. nur als Notfallinterventionen, nicht als längerfristige Behandlungen finanziert wird und damit der Schutz und die Rehabilitation der Kinder erschwert werden. Ziel ist es, die persönlichen Ressourcen der geflüchteten Kinder und Jugendlichen zu stärken, eine bessere Verarbeitung der erlebten seelischen Verletzungen zu ermöglichen und damit die Chancen auf dem zukünftigen Bildungs- und Berufsweg zu verbessern. Begleitend zur eigentlichen Therapie sollen Info- und Sensibilisierungsangebote für die Bezugspersonen (u.a. Eltern, Vormünder,  MentorInnen oder LehrerInnen) stattfinden und es sind Fortbildungsangebote geplant.

Finanziert durch Mikrospenden gesammelt von der gemeinnützigen Spendenbewegung ‚Deutschland rundet auf’.

Traumatisierungsketten durchbrechen – Handlungsunsicherheiten überwinden – Schutzsysteme stärken

Im Fokus dieses zweijährigen Projekts steht für REFUGIO Bremen die qualitative Weiterentwicklung der psychosozialen und psychotherapeutischen Betreuungs- und Beratungsangebote für besonders schutzbedürftige Asylsuchende durch die Evaluation der Wirksamkeit von Diagnostik und Interventionsplanung in der Flüchtlingssozialarbeit insbesondere mithilfe des Einsatzes des flüchtlingsspezifischen „InklusionsChart“.

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit 11 weiteren Zentren und der BAfF e.V. durchgeführt, aus Mitteln des
Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds finanziert und
unterstützt von der UNO Flüchtlingshilfe.Europäische Union_Europa foerdert

 

 

 

Trauma, Flucht und Perspektiven II

Im Vordergrund steht die Identifizierung besonders schutzbedürftiger Zielgruppenpersonen und Fortentwicklung therapeutischer Behandlung unter Gewährleistung einer qualifizierten Sprachmittlung in Nordwestdeutschland. Ziel der therapeutischen Behandlung ist die Stärkung der Alltagsfunktionalität und psychischen Rehabilitation. Ferner beinhaltet das Projekt Strukturmaßnahmen in Form von qualifizierenden Fortbildungen für Fachkräfte der Regelgesundheitsversorgung und DolmetscherInnen, die Erweiterung von Kapazitäten und Bildung eines Fachdialog-Netzwerkes zur professionellen Sicherung von Verfahrensgarantien für traumatisierte Zielgruppenpersonen mit besonderen Bedürfnissen.

Der geschaffene Mehrwert des Projekts besteht in der Setzung von Standards für die Identifizierung und Betreuung besonders schutzbedürftiger Zielpersonen.
Ein Projekt (seit 2018) in Kooperation mit demEuropäische Union_
Paritätischen Bildungswerk und aus Mitteln des Asyl-,Europa foerdert
Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

 

 

Räume öffnen – Zugänge schaffen

Das Projekt (seit 2018) fokussiert sich auf die Beratung, Begleitung und Unterstützung von traumatisierten und seelisch belasteten Flüchtlingen. Dabei steht neben der Förderung der Prävention und Rehabilitation insbesondere die Schaffung neuer und leichter Zugänge zu gesundheitlicher und psychosozialer Versorgung schutzbedürftiger Flüchtlinge im Mittelpunkt. Konkret sollen dabei nicht nur neue Angebote der Beratung und der sozialräumlichen Unterstützung insbesondere für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Vielmehr auch Angebote der psychosozialen Unterstützung im Einzelfall sowie spezifische kultursensible präventions- und rehabilitationsfördernde Angebote und bedarfsgerechte therapiebegleitende Hilfen. Beispielhaft dafür sind u.a. psychoedukative Angebote für Jugendliche sowie für Eltern sowie zwei Sprachhomogene Gesprächsgruppen/ Erzählcafés für Jugendliche und junge Männer, die wöchentlich stattfinden.

Ein Projekt in Kooperation mit Aktion Mensch,
unterstützt von der Uno Flüchtlingshilfe, der Kanzlei BBG und Partneraktion-mensch
sowie weiteren privaten SpenderInnen.

 

 

 

Sports & therapy

Das Projekt (seit 2017) gilt der nachhaltigen Verbesserung der psychosozialen Gesundheitsversorgung für junge und jugendliche Flüchtlinge. Dazu sollen Sport- und Bewegungsangebote, wie etwa Fußballtrainings, in Kooperation mit Sportvereinen, wie etwa dem SV Werder Bremen, geschaffen und ausgebaut werden.
Bewegungstherapeutische Angebote wirken per se entlastend. Dazu kommt, die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen werden psychologisch begleitet und sind an unser Zentrum angebunden. So stellen die Gruppenangebote eine Brückenfunktion und damit einen besseren und leichteren Zugang zu therapeutischer Behandlung dar. Das Projekt gewährleistet schließlich eine nachhaltige therapeutische Betreuung der Teilnehmenden und eine Begleitung der Bezugsgruppe.

Ein Projekt in Kooperation mit der World Childhood Foundation
und unterstützt von privaten SpenderInnen.432257_167681970017595_1509939599_n

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REFUGIO und Werder sind Partner im
Willkommensbündnis der Bundesligastiftung „Willkommen im Fußball“.

 

Gruppenangebote

REFUGIO bietet darüberhinaus verschiedene, zeitlich begrenzte oder fortlaufende, Gruppenangebote an. Dazu gehören ein Tanzprojekt für Mädchen* im Alter von 12-16 Jahren im Mädchen_Kulturhaus und eine Bewegungsgruppe für erwachsene Frauen. Mehr dazu hier.

Ziel dieser Angebote ist es, den TeilnehmerInnen Möglichkeiten zum Austausch ihrer Erfahrungen zu geben und innerhalb der Gruppe auch gemeinsame Erfahrungen zu sammeln.

IMG_1760Bereits Ende der 1990er Jahre haben wir diesbezüglich im Zentrum mit einer internationalen Nähgruppe begonnen. In den Gruppen werden die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen  wiederentdeckt und gefördert; es entsteht eine Kommunikation untereinander, eigene Heilkräfte werden freigesetzt. Die Gruppentreffen stellen einen angenehmen Termin dar, der den Alltag der KlientInnen durchbricht und zeitlich strukturiert. Darüber hinaus werden soziale Fähigkeiten und Netzwerke sowie die Motivation zur Genesung gestärkt.

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Bereits abgeschlossene Projekte (u.a.):

Ist Gesundheit teilbar?
Zusammen mit 12 Partnerorganisationen und der BAfF haben wir erfolgreich an einem dreijährigen Projekt, zur ganzheitlichen Weiterentwicklung der Behandlungsangebote gearbeitet.

Trauma, Flucht und Perspektiven
Multimodale therapeutische Behandlung für traumatisch und seelisch erkrankte Flüchtlinge in Nordwestdeutschland mit dem Ziel der psychischen Rehabilitation, der Erweiterung von Kapazitäten der Regelgesundheitsversorgung und der Vermittlung der Expertise in Fortbildungen für Fachkräfte.

Trauma 2.0 – schützen und vorbeugen
Das Präventionsprojekt für junge Flüchtlinge und ihre Eltern in Bremen thematisierte die transgenerationale Weitergabe von traumatischen Erlebnissen bei geflüchteten Menschen.

Therapie & Netzwerkarbeit für minderjährige Flüchtlinge stärkenPHINEO-Wirkt-Siegel_2016_01_Web_Farbe_
Die externe Wirkungsanalyse von Phineo hat dieses Projekte 2016 in Bezug auf Ziele, Konzept, Qualitätsentwicklung, Strategie und Transparenz untersucht und als „wirksames Projekt“ empfohlen.

Wege entstehen durch Gehen –
Traumaspezifische Kunst-, Körper- und
Bewegungstherapie

Das Erarbeiten eines inneren seelischen Gleichgewichts steht im Mittelpunkt des Projekts, um nach und nach eine Stabilisierung zu erreichen.

Leben nach dem Trauma –
Psychotherapeutische Behandlung traumatisierter Flüchtlinge
Die Erlebnisse aus den Extremsituationen wirken so übermäßig belastend auf den einzelnen Menschen, dass die Psyche nicht mehr auf gewohnte, normale Weise reagieren kann. Hier erhalten Flüchtlinge muttersprachliche und kostenfreie Behandlung für Traumabedingte Erkrankungen.

Der Gewalt keine Chance –
Präventionsprojekt für junge und jugendliche
Flüchtlinge

Traumaspezifisch ausgebildete Fachkräfte boten Kunst- und Musiktherapie, geschlechtsspezifische Psychoedukation und Beratung für Betroffene und deren Angehörige an.

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