26.02.2020, 19 Uhr
DAS ISTANBUL PROTOKOLL
UND DIE NOTWENDIGKEIT DER DOKUMENTATION VON FOLTERFOLGEN

Vortrag mit Bianca Schmolze, MFH Bochum

Folter hinterlässt Wunden – am Körper und an der Seele. Umso wichtiger sind Schutz, Sicherheit und soziale wie emotionale Unterstützung. Eine interdisziplinäre Begutachtung von Folterfolgen durch Psycholog*innen, (Rechts-)mediziner*innen und Jurist*innen kann Flüchtlinge ferner als Überlebende in ihren Asylverfahren unterstützen, als solche anerkannt zu werden. Darüber hinaus bietet das Istanbul Protokoll auch die Möglichkeit, mit Hilfe einer gerichtsfesten Dokumentation Folter und Misshandlung zu beweisen und die Täter strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.

Bianca Schmolze führt in die Thematik ein, berichtet aus der Praxis und von Erfahrungen der konkreten Zusammenarbeit von relevanten Akteur*innen in NRW.
Die Referentin ist seit 2004 Menschenrechtsexpertin der Medizinischen Flüchtlingshilfe (MFH) Bochum, Publizistin und Council-Mitglied des International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT).

Ort: Villa Ichon, Goetheplatz, 28203 Bremen

Eine Anerkennung der Fortbildung bei der Psychotherapeutenkammer Bremen ist in Vorbereitung.

weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: https://www.refugio-bremen.de/themen/folter/