In den von der Bundesregierung geplanten und nun in Bayern erstmalig eingesetzten Ankerzentren soll künftig das komplette Asylverfahren abgewickelt werden. Erwachsene alleinstehende Asylsuchende sollen bis zu 18, Familien bis zu sechs Monate in den Ankerzentren bleiben müssen.

Unter den Bedingungen, die für die geplanten Ankerzentren bislang bekannt sind, lassen sich zahlreiche Faktoren identifizieren, die in Wissenschaft und Behandlungspraxis als Risikofaktoren für die Gesundheit von Schutzsuchenden bekannt sind: Exklusion, fehlende Selbstbestimmung sowie der eingeschränkte Zugang zu zentralen gesellschaftlichen Funktionsbereichen (Arbeit, Bildung, Gesundheitssystem, soziale Unterstützung) gelten als Bedingungen, die insbesondere bei bereits psychisch belasteten Personen zu einer massiven Verschlechterung des Gesundheitszustands führen können.

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer – BAfF e.V. hat analysiert, welche Konsequenzen das Ankerkonzept auf Grundlage der bislang bekannten Eckpunkte für die Rechte und den Gesundheitszustand psychisch erkrankter und/oder traumatisierter Geflüchteter zu erwarten sind. Den ganzen Artikel finden Sie hier:

Abschottung um jeden Preis? Wie sich die geplanten Ankerzentren auf Geflüchtete, Traumatisierte und die Gesellschaft auswirken