Termine

26. Februar, 19 Uhr
DAS ISTANBUL PROTOKOLL
UND DIE NOTWENDIGKEIT DER DOKUMENTATION VON FOLTERFOLGEN

Vortrag mit Bianca Schmolze, MFH Bochum

Folter hinterlässt Wunden – am Körper und an der Seele. Umso wichtiger sind Schutz, Sicherheit und soziale wie emotionale Unterstützung. Eine interdisziplinäre Begutachtung von Folterfolgen durch Psycholog*innen, (Rechts-)mediziner*innen und Jurist*innen kann Flüchtlinge ferner als Überlebende in ihren Asylverfahren unterstützen, als solche anerkannt zu werden. Darüber hinaus bietet das Istanbul Protokoll auch die Möglichkeit, mit Hilfe einer gerichtsfesten Dokumentation Folter und Misshandlung zu beweisen und die Täter strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.

Bianca Schmolze führt in die Thematik ein, berichtet aus der Praxis und von Erfahrungen der konkreten Zusammenarbeit von relevanten Akteur*innen in NRW.
Die Referentin ist seit 2004 Menschenrechtsexpertin der Medizinischen Flüchtlingshilfe (MFH) Bochum, Publizistin und Council-Mitglied des International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT).

Ort: Villa Ichon, Goetheplatz, 28203 Bremen

Eine Anerkennung der Fortbildung bei der Psychotherapeutenkammer Bremen ist in Vorbereitung.

weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: https://www.refugio-bremen.de/themen/folter/

29. April, 16- 19 Uhr
Vertiefender Workshop zur Dokumentation von Folterfolgen

Aufbauend auf dem Vortrag beinhaltet der Workshop die vertiefende Auseinandersetzung mit der Erkennung von Folter, mögliche Handlungsoptionen sowie den Aspekt der Vernetzung der Teilnehmenden. So werden sowohl die psychologischen Aspekte von Folter und ihrer Dokumentation („Standards zur Begutachtung psychotraumatisierter Menschen“) als auch die somatischen Aspekte („Erläuterung des Ansatzes forensischer Dokumentation“) thematisiert und mit Praxisbeispielen verdeutlicht.
Referentin: Dr. Mechthild Wenk-Ansohn (Berlin), Fachärztin für Allgemeinmedizin und u.a. Gutachterin in aufenthaltsrechtlichen  Verfahren (BÄK u. DeGPT)
Ort: Refugio Bremen

Workshop insbesondere für Medizinier*innen, Therapeut*innen und Rechtsanwält*innen sowie für Teilnehmende an der Vortragsveranstaltung (siehe oben).
Anmeldung: fortbildung@refugio-bremen.de

Eine Anerkennung der Fortbildung bei der Psychotherapeutenkammer Bremen ist in Vorbereitung.

Samstag, den 18. April 2020
SEHNSUCHT UND FLUCHT –
KULTURELLE ASPEKTE EINER BEGEGNUNG
Eine Tagung der Refugio-Stiftung in Kooperation mit Refugio Bremen
Zeit: 10:00–16:00 Uhr

Die Tagung richtet sich an Kinderärzt*innen, Ärzt*innen, Psychiater*innen, Sozial-Pädagog*innen, Psycholog*innen und Erzieher*innen.
Sie besteht aus einleitenden Vorträgen und 5 Workshops. Die Veranstaltung hat zum Ziel eine Bestandsanalyse der aktuellen Versorgungssituation von Migrant*innen und Flüchtlingen in Bremen und möchte den interdisziplinären Austausch zu diesem Thema fördern.

Hier der zugehörige Flyer

VORTRÄGE
Katrin Lange, Dipl.-Psych., Referatsleitung von Senatorin für Gesundheit
Dr. Zahra Mohammadzadeh, Humanbiologin, Referatsleitung Gesundheitsamt Bremen
Dr. Mike Mösko, Dipl.-Psych., Leiter Arbeitsgruppe Psychosoziale Migrationsforschung, Hamburg
Prof. Dr. Eckhardt Koch, Psychiater, Honorarprofessor, Philipps Universität Marburg, Migrationsbeauftragter der Vitos Holding Kassel
Lalitha Chamakalayil, Dipl.-Psychologin, Fachhochschule Nordwestschweiz

WORKSHOPS
Karin Scheuermann, niedergelassene KJP-Therapeutin, Berlin
Dr. phil. Tanja Malycheva, Kunstwissenschaftlerin, Bremen
Claudia A. Cruz, Dipl.- Designerin und Fotokünstlerin, Bremen – Mexiko
Julia Morozova, Tanztherapeutin, Amsterdam
Doreen Seefeldt, KJP-Therapeutin, Bremen

Ort:Evangelisches Informationszentrum „Kapitel 8“
Domsheide 8, 28195 Bremen
Zeit: 10:00–16:00 Uhr

Teilnamegebühr: € 40,00 (erm. € 25,00) inkl. Kaffee und Mittagessen
Um Anmeldung per E-Mail tagung@refugio-bremen.de

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