Ausstellung 2015

„Die Würde des Menschen ist (un)antastbar“

Eine Ausstellung von Amnesty International und REFUGIO Bremen vom 29.4. – 13.6.15 in der Villa Ichon unter der Schirmherrschaft von Christian Weber (Präsident der Bremischen Bürgerschaft).

AI REF3Schlafentzug, Elektroschocks, simuliertes Ertränken. Es gibt viele Arten, Menschen zu foltern – immer wird den Betroffenen damit schweres Leid zugefügt, um ihren Willen zu brechen. Viele kämpfen ihr Leben lang mit den Folgen.
Der neueste Bericht (2014) von AI besagt, dass in den letzten 5 Jahren in 141 Staaten der Welt gefoltert wurde – 2012 waren es nur 113 Staaten!
Auf diese erschreckende Tatsache möchten wir mit einer Ausstellung hinweisen, die anhand von Bildtafeln und Kunstobjekten über Ursachen, Formen und Folgen von Folter informiert.

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Wir konnten aber auch zeigen, wie wichtig Schutz, Sicherheit und therapeutische Unterstützung nach den schrecklichen Erlebnissen ist und präsentierten Bilder aus der therapeutischen Arbeit mit Flüchtlingen im Behandlungszentrum REFUGIO. Bremer TherapeutInnen haben in einer Veranstaltung über diese Arbeit berichtet.
Villa Ichon, Goetheplatz 3, 28203 Bremen – Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-13 Uhr & Mo-Fr 16-20 Uhr

Mittwoch, 29.4., Villa Ichon, 19.30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung mit Christian Weber
Begrüßung: Lothar Bührmann (künstlerischer Leiter der Villa Ichon)
Einführung: Dr. Sabine Offe (Vorstandsmitglied REFUGIO) und Claus Walischewski (Amnesty International Bremen)
Musik: syrische MusikerInnenIMG_7660

weitere Termine:

Mi., 6. Mai, Villa Ichon, 19:30 Uhr:
Der „Krieg gegen den Terror“ am Beispiel „Guantanamo“
Lesung und Diskussion mit Murat Kurnaz, der Bremer, der in Guantanamo war und seinem Anwalt Bernhard Docke. Siegfried Maschek (Theater Bremen) liest aus dem Buch „5 Jahre meines Lebens“.

Di., 19. Mai, Villa Ichon 19:30 Uhr:
Vortrag: „Die Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen
Psychotherapeutin Ingrid Koop (REFUGIO Bremen) berichtet aus der Arbeit mit Folterüberlebenden.

Di., 9. Juni, Villa Ichon, 19:30 Uhr:
Lesung mit Mehmet Desde. Mehmet Desde musste am 8. Juni 2007 eine Haftstrafe antreten, die sich allein auf seine gewaltlosen politischen Ansichten gründet. Er war in einem unfairen Prozess hauptsächlich auf der Grundlage von Aussagen schuldig gesprochen worden, die unter Folter erzwungen worden sein sollen. Im Oktober 2008 kehrte er nach mehrmonatiger Haft nach Deutschland zurück. Mittlerweile hat er erfolgreich vor dem internationalen Gerichtshof gegen seine Behandlung in der Türkei geklagt

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