Geflüchtete Menschen haben in Deutschland nach wie vor nur eingeschränkt Zugang zu gesundheitlicher und vor allem auch zu psychosozialer Versorgung. Geschätzt wird, dass 30 bis 40 % aller hier ankommenden Flüchtlinge unter einer Traumafolgestörung leiden könnten. Doch ob diese Menschen auch die psychosoziale Unterstützung erhalten, die sie benötigen, wird von offizieller Seite nicht erhoben.

Die BAfF und ihre Mitgliedszentren, darunter REFUGIO Bremen, erheben jedes Jahr Daten zur Versorgungssituation von Flüchtlingen und Folteropfern in Deutschland und veröffentlichen sie in einem umfassenden Versorgungsbericht.
Dieser Versorgungsbericht liegt nun in einer 3. aktualisierten Auflage vor: direkt zum Download | 8MB.

Der Bericht geht der Frage nach, inwieweit es für Geflüchtete, die mit psychischen Belastungen kämpfen, auf dem Versorgungsgebiet der BRD bedarfsgerechte Behandlungsangebote gibt. Er fasst Befunde zum Versorgungsbedarf traumatisierter Geflüchteter zusammen und legt dar, welche Versorgungs- und Rehabilitationsleistungen Geflüchteten formal nach Vorgaben internationaler Konventionen und EU-Richtlinien zustehen. Er gibt einen aktuellen Einblick in die Rechtsgrundlagen, auf deren Basis diese völker- und europarechtlichen Verpflichtungen in Deutschland eingelöst werden können.