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Eine psychische Verletzung, die aus Extremsituationen wie z.B. Folter, Krieg, Bürgerkrieg oder Flucht entsteht, bezeichnet man als Trauma. Die Erlebnisse aus den Extremsituationen wirken so übermäßig belastend auf den einzelnen Menschen, dass die Psyche nicht mehr auf gewohnte, normale Weise reagieren kann. Sie wird von der Gefahr förmlich überflutet. Notfallreaktionen werden aktiviert, die zunächst verhindern, dass der Mensch vollkommen zusammenbricht.  
Bestehen nach dem Trauma ausreichende Sicherheit und Unterstützung, dann gelingt es oft, die schrecklichen Erfahrungen aus eigener Kraft zu bewältigen. Manchmal, besonders nach schweren Traumata, kann das Erlebte jedoch nicht verarbeitet werden und der traumatisierte Mensch erkrankt seelisch.

Fremdkörper in der Seele

Das Trauma bleibt dann wie ein Fremdkörper in der Seele zurück und belastet und behindert die Menschen auch dann noch, wenn die eigentliche Situation und ihre Gefahren längst vorbei sind. Die Überlebenden werden dann z.B. von Schuldgefühlen verfolgt. Sie fragen sich, warum gerade sie verschont geblieben sind und haben ein schlechtes Gewissen gegenüber denen, die getötet wurden oder denen eine Flucht nicht gelang. Traumatisch erkrankte Menschen weisen oft auch eine Vielzahl körperlicher Schmerzen auf, haben Gedächtnis- und Schlafstörungen und Albträume. Sie haben ihr Vertrauen in die Menschheit und in die Zukunft verloren. Dann ist es sinnvoll, eine traumatherapeutische Behandlung einzugehen.

Trauma

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