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Weltweit gibt es derzeit ca. 40 Millionen Flüchtlinge und Menschen in flüchtlingsähnlichen Situationen, die ihre Heimat aufgrund von Verfolgung, Krieg, Vertreibung und anderen massiven Menschenrechtsverletzungen verlassen mussten. Der überwiegende Teil von ihnen ist in benachbarte Staaten geflohen. Zum 1.1.2006 lebten in Afrika 5.169.300 Flüchtlinge, in Asien/Pazifik 8.686.100, in Amerika 3.229.800 und in Europa 3.666.700 Menschen auf der Flucht. In Europa haben im Jahr 2005 223.600 Menschen um Asyl ersucht (Angaben unter www.unhcr.de).

Die Zahl der Asylanträge ist in Deutschland in den letzten Jahren stark rückläufig. Wurden in 2000 noch 117.648 Asylanträge vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bearbeitet, so waren es 2005 nur noch 42.908. Auch die Quote der Asylgewährungen ist in den letzten Jahren stark gesunken, sie lag im Jahr 2005 bei 0,9% bezogen auf alle Entscheidungen (zum Vergleich 2000: 3%). Abschiebeschutz wurde 2005 bei 4,3% der Entscheidungen über Asylanträge gewährt und bei 1,4% wurde ein Abschiebeverbot festgestellt (www.bmi.bund.de).

Dem gegenüber zeigt eine Studie, durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge  in Auftrag gegeben, dass mindestens 40% der AsylbewerberInnen in Deutschland an einer traumabedingten psychischen Erkrankung leiden. Da Vermeidung - und damit auch ein Nicht-Erwähnen von traumatischen Erfahrungen - ein Kernsymptom traumatischer Erkrankungen ist, ist davon auszugehen, dass die Rate der Betroffenen eher noch höher liegt.

Die Europäische Kommission unterstützt die Flüchtlingsarbeit von REFUGIO in dem Projekt "Health Care, Rehabilitation and Training with Refugees". Darin kooperiert REFUGIO eng mit Refugio München und Xenion Berlin:

Zentrenverbund mit Refugio München
Zentrenverbund mit Xenion-Berlin

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