Exil
Weltweit sind nach Angaben des UNHCR ca. 21 Millionen Menschen auf der Flucht. 80% von ihnen sind Frauen und Kinder.
Nur den wenigsten Flüchtlingen gelingt es, ihr Heimatland zu verlassen und irgendwie in ein Exilland zu flüchten. Aber auch wenn die Überlebenden es geschafft haben, z.B. nach Deutschland zu gelangen, wird die Hoffnung auf Sicherheit und Entspannung meistens enttäuscht. Statt mit Mitgefühl und Interesse wird ihrer Situation mit Misstrauen und Ablehnung begegnet. Schon bei der Einreise, z.B. am Flughafen, werden sie kaum gastfreundlich empfangen. Vor allem sind sie verpflichtet, ihre Verfolgung beweiskräftig zu belegen. Dabei wird der Tatsache kaum Rechnung getragen, dass sie zum Teil schwere Traumata mit sich bringen und aus Scham und Angst vor der Erinnerung vieles gar nicht oder nicht vollständig und widerspruchslos darlegen können. Darüber hinaus sind die Kriterien für die Anerkennung als Verfolgte für die Flüchtlinge undurchschaubar, da sie letztlich politischen Interessen der jeweiligen deutschen Regierung unterworfen sind.Sicherheit und Schutz
Nach traumatisierenden Erfahrungen von Verfolgung und Flucht wird dringend Sicherheit und Schutz benötigt. Wenn die Flüchtlinge dies im Exilland nicht finden, sondern erneuten Unsicherheiten und einer möglicherweise lebensgefährdenden Rückführungsgefahr ausgesetzt sind, setzt sich die Traumatisierung fort und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer seelischen Erkrankung.